The Wolf of Wallstreet – Zu Gast bei Infineon

IMG_6648

Cashflow, Bilanzgewinn, Dividende. Das alles sind Begriffe, die wir bereits aus dem BWR Unterricht kennen, doch was steckt wirklich dahinter? Um das herauszufinden machte sich die 13aW am Donnerstag auf den Weg nach München ins ICM und mischte sich unter das Anzugsmilieu der Aktionäre von Infineon, um eine Aktionärshauptversammlung einmal live miterleben zu können. Infineon, ein Unternehmen der Zukunft, ein Unternehmen mit dem Ziel unser Leben zu vereinfachen, ganz nach dem Motto. „Part of your life. Part of tomorrow.“ Von der energiesparenden LED Lampe, über E-Autos, die nur 3,8l auf 6.000 Kilometer verbrauchen, bis hin zur smarten Straßenlaterne, die über eine integrierte Elektorzapfsäule und ein Parkleitsytem verfügt, das uns mithilfe einer App und den innovativen Halbleitern von Infineon zukünftig zu einer Parklücke in der Nähe führt. Infineon steht für GreenTechnologies und Innovation und das zeigte sich in den Bilanzen. Mit einem Jahresumsatz von rund 6,5 Milliarden Euro, trotz des stagnierenden Marktes für Halbleiter, zeigten sich sowohl der Vorstand, als auch die Aktionäre mehr als zufrieden. Zunächst berichtete Vorstandsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber den Aktionären vom vergangenen Geschäftsjahr 2016 und die Aktionäre wurden beispielsweise über Stellenneubesetzungen, Firmenaufkäufe oder kommende Projekte von Infineon informiert. Anschließend hielten auch die restlichen Vorstände entsprechend ihrer Aufgabenbereiche Vorträge und so wurden Bilanzkennziffern wie Cashflow, Verbindlichkeiten oder Investitionen offengelegt und Unternehmensziele dargestellt. Aufgrund der guten Unternehmensposition, wurde dies stets vom Applaus der Aktionäre bewertet, dennoch nutzten einige die Chance, in der offenen Podiumsrunde Fragen, Anregungen und Wünsche, an die Vorstandsmitglieder zu stellen, die anschließend akkurat beantwortet und erläutert wurden. Der ganze Prozess war spannend mitzuerleben und wurde im ganzen Messegelände live über Bildschirme übertragen, sodass man das Geschehen sogar beim Mittagessen oder einer Tasse Kaffee mitverfolgen konnte. Nach Abschluss der Auswertungen, galt es dann über den Vorschlag des Vorstandes, eine Dividende von 0,22 Euro pro Aktie auszuschütten, abzustimmen. Jeder Aktionär war hierzu stimmberechtigt und erhielt einen Stimmzettel auf dem er sein Urteil abgeben konnte, welches dann von den Hostessen eingesammelt und notariell ausgezählt wurde. Schließlich einigten sich Vorstand und Aktionäre Dank des Gewinnanstiegs tatsächlich auf die Dividende von 0,22 Euro.

Julia Fissel

Continue Reading

Spanien Austausch 2016

Hola, alle Zusammen, dies Jahr fand wieder der fpa Schüleraustausch nach Spanien statt. Es ging am Mittwoch, dem 7.12 los an einem kalten Tag in Deutschland, aber nach einem langen Flug ist die Gruppe die aus Lehrer und Schüler besteht endlich in Spanien angekommen. Das Wetter war, im Gegensatz zu Deutschland, herrlich warm. Fast die ganzen zwei Wochen war es 15 Grad, sonnig, und man konnte sogar im T-Shirt rumlaufen ohne zu frieren, es war aber auch sehr windig.

Die Schüler haben als erstes ihre Familien kennen gelernt, bei denen sie in den nächsten zwei Wochen leben werden. Die Familien waren trotz Verständigungsproblemen total lieb und die Schüler konnten sich super mit ihnen verstehen. Apropos Verständigungsprobleme: keine der Schüler konnte Spanisch sprechen, es wäre aber vielleicht gut gewesen um mit den Eltern kommunizieren zu können, da sie fast kein Englisch und auch kein Deutsch konnten. Trotz dessen sind die Schüler eigentlich mit Englisch gut durch gekommen und natürlich haben sie auch ein bisschen spanisches Vokabular mitgenommen.

Die Schüler waren insgesamt zwei Wochen in Spanien. Sie haben die erste halbe Woche ein paar Ausflüge gemacht nach Barcelona und auch den Freizeitpark Tibidabo besucht. Am Wochenende hatten sie frei.

Die folgende Woche hatten sie am Vormittag unterschiedliche Praktika in spanischen Betrieben und am Nachmittag waren sie in der Schule, hatten aber kein Unterricht. Statt dessen haben sie ein Spiel entworfen mit dem man besser Deutsch oder Spanisch lernen kann.

Die letze halbe Woche haben die Schüler wieder Ausflüge gemacht und unter anderem das Museum der Illusionen besucht. Am 21.Dezember flog die Gruppe wieder nach Hause, auch wenn es schwer fiel, das schöne spanische Wetter dort zulassen. Es ist es jedoch auch schön wieder zu Hause zu sein.

Elizabeth Puppe

Continue Reading

Wer findet Jakob?

Spaßfotos 2016/2017 es ist soweit! Juhu! Erkennst du dich wieder? Nutze die Chance und gewinne für das restliche Schuljahr einen Parkplatz!! Wie das funktioniert? Der kleine Jakob hat sich in einige Spaßfotos geschlichen.  Auf wie vielen Klassenfotos findet ihr ihn? Schreibt die Zahl mit eurem Namen und eurer Klasse unter diesen Beitrag in die Kommentare.
Bis zum 16.02.2017 könnt ihr an der Aktion teilnehmen, damit wir euch pünktlich zum Zwischenzeugnis einen Parkplatz schenken können.

Macht es fein, sendet fleißig ein und parkt eure Karre in den Parkplatz rein!

Und so schaut Jakob aus:

Jakob Mühlthaler

Continue Reading

Was wir unter Spaß verstehen …

Auch heuer kennt die Kreativität der SchülerInnen keine Grenzen, wenn es darum geht, die Klasse von ihrer lustigsten Seite zu zeigen. Urteilt selbst und schreibt uns in den Kommentaren, welches Foto euch am besten gefällt. Die ersten drei Fotos, mit den meisten Kommentaren, kommen in den Schaukasten.

Continue Reading

Xavier Naidoo: Heftiger Streit um eine Presseerklärung der Stadt Rosenheim

Am Mittwoch, den 1. Februar ist in der Rosenheimer Stadtratssitzung ein heftiger Streit um eine Pressemitteilung ausgebrochen. Ursache dafür war ein Statement des Stadtsprechers auf die Forderung der Grünen Jugend in einer Pressemitteilung vom 24. Januar 2017, Xavier Naidoo, dem speziell eine Nähe zu Reichsbürger*innen nachgewiesen werden kann, aus dem Rosenheimer Sommerfestival 2017 wieder ausladen zu wollen. Seine „musikalischen Texte und öffentliche Auftritte voll von Verschwörungstheorien, antisemitischen Äußerungen, aber auch Homophobie und expliziten Hassbotschaften“, hieß es in der Pressemitteilung. Die Grüne Jugend Rosenheim ist Teil eines Aktionsbündnisses „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ bestehend aus inzwischen 24 Einzelgruppen und Personen, das sich mit einem gemeinsamen offenen Brief am 30. Januar 2017 an die Stadt Rosenheim wendete.

Die politischen Botschaften Xavier Naidoos sind durchaus skurill: Er hat sich nie wirklich und öffentlichkeitswirksam dazu durchgerungen, sich von seiner Nähe zu den sogenannten Reichsbürgern zu distanzieren. Am 3. Oktober 2014 hat er vor dem Berliner Bundestag an einer öffentlichen Kundgebung der Reichsbürger-Bewegung teilgenommen. Außerdem vertritt er die öffentliche Meinung, dass Deutschland ein besetztes Land sei und keine Verfassung habe, denn er erkennt den 2+4 Vertrag nicht als Friedensvertrag an. Naidoos Auffassung mit seinem Aufruf „Widerstand“ zu leisten legt nahe, dass die Teilnehmer*innen der Kundgebung, dies als Bestätigung einer Nicht-Existenz der Bundesrepublik Deutschland interpretieren könnten, sich also darin bestätigt sehen, den Staat und seine Institutionen in seiner aktuellen Form abzulehnen, um somit „Widerstand“ legitimieren zu können. In eben dieser Kundgebung hielt auch der Berliner NPD-Chef eine Rede – hier wurde unter anderem von einem „Freistaat Preußen“ geschwärmt. Auch Jürgen Elsässer, der umstrittene Chefredakteur des rechten Querfront-Magazins Compact soll am selben Tag auf einer rechten Mahnwache, bei der Naidoo ebenfalls auftrat gewesen sein. Xavier Naidoo hat seinen Auftritt danach mit der Begründung gerechtfertigt, die Kundgebungs-Teilnehmer*innen seien alles – wie er – Systemkritiker und er wolle als „Botschafter“ auf alle Menschen zugehen, ob sie Reichsbürger seien oder Mitglieder der NPD. Gerade die sogenannten Reichsbürger sind eine Gefahr für die demokratische Verfassungsordnung und wurden viel zu lange als „Spinner“ und „Verwirrte“ abgetan. Selbst ernannte Könige und ‚Druide‘ sind jedoch alles andere als ungefährlich. Spätestens seit dem Schuss eines Reichsbürgers auf einen SEK-Mann zeigen sich die Gefahr und die Gewaltbereitschaft, die von Anhänger*innen der Bewegung ausgehen. Erst am 25. Januar 2017 hat der Verfassungsschutz die Zahl der der Reichsbürger Anhänger*innen in Deutschland auf 10.000 geschätzt, darunter seien rund 500 bis 600 Rechtsextreme. Bei Hausdurchsuchungen stößt die Polizei immer wieder auf Waffenvorräte und Munition. Auch in Bayern sind die Reichsbürger gut vernetzt.

Die Stadtratssitzung in Rosenheim am 1. Februar behandelte nun als ersten Tagesordnungspunkt einen Eilantrag der SPD. Von Beginn an kritisierte die Stadt Rosenheim die Forderung der Grünen Jugend und des Bündnisses „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“, den Künstler und Sänger auszuschließen und begründete dies mit bereits geschlossenen, rechtskräftigen Verträgen, der Kunstfreiheit und einer Nicht-Beobachtung des Musikers durch den Verfassungsschutz.

Der Eilantrag der SPD hat sich sodann auf die Pressemitteilung der Stadt Rosenheim bezogen, die gegen eine Ausladung und vor allem gegenüber der Grünen Jugend „mit großem Kaliber“ argumentierte, wie es die Süddeutsche Zeitung am 26. Januar formulierte. Dort hieß es, dass die Freiheit der Meinungsäußerung und die Freiheit der Kunst ihre Begründung in der „menschenverachtenden Unterdrückung und Barbarei der Nationalsozialisten“ hätte. Es sei das erklärte Ziel gewesen, auf deutschem Boden „nie wieder Gesinnungsschnüffelei“ zuzulassen. Insbesondere die Erwähnung der Worte „Barbarei“ und „Gesinnungsschnüffelei“ in diesem Zusammenhang lösten Kritik aus bei der Bündnisaktion „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“, den Grünen, speziell aber bei der SPD. Die SPD-Fraktion, die – im Gegensatz zu den Grünen – gegen einen Auftritt Naidoos gestimmt hat mit der Begründung, mit Naidoo im Programm das Sommerfestival 2017 komplett ausfallen lassen zu wollen – hat sich und weite Teile der Gesellschaft, die sich gegen rechtes Gedankengut engagieren durch die Pressemitteilung nicht von der Stadt Rosenheim vertreten gefühlt und diese unter anderem als „unsäglich und skandalös“ und als „völlig missraten“ bezeichnet.

So betonte zum Beispiel Robert Metzger in der Stadtratssitzung, dass die Pressemitteilung ein „Schlag ins Gesicht“ für diejenigen gewesen sei, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren und ausgerechnet von der Stadt Rosenheim keinen Rückhalt erfahren, sondern sich stattdessen antidemokratische Tendenzen unterstellen lassen müssten und sogar indirekt mit der NS-Ideologie in Verbindung gebracht würden. Insbesondere kritisiere er, dass speziell in diesem Fall ausgerechnet junge Leute, die sich für eine offene Gesellschaft und gegen rechts engagieren durch ein solches Statement in einen Rechtfertigungszwang geraten und möglicherweise abgeschreckt werden, weiterhin klare Kante für eine offene Gesellschaft zu zeigen.

„Speziell die SPD“, so Robert Metzger in der Stadtratssitzung weiter, habe zur Zeit des NS-Regimes Erfahrung gemacht, wie die Nationalsozialisten Teile der Weimarer Verfassung missbrauchten, um der SPD „Eingriffe in die Freiheiten der Bürger“ vorzuwerfen, um diese schließlich aus dem Weg zu räumen. Er sei zwar überzeugt davon, dass der Presseschreiber auf dem Boden der Verfassung stehe, sich aber an der Rhetorik rechter Gruppierungen wie der AfD und PEGIDA bedient habe, die immer wieder ein ähnlich verzerrtes Verständnis von „Freiheit der Meinungsäußerung“ und „Kunstfreiheit“ zu ihren Gunsten definieren.

15 Personen aus den Reihen der SPD und Grünen haben dem Antrag zugestimmt, eine Mehrheit von 22 Personen hat den Antrag, sich im Nachhinein von der Pressemitteilung zu distanzieren abgelehnt.

„Ein Verfasser“ der Presseerklärung, also jemand, der die Wichtigkeit der Meinungs- und Kunstfreiheit in der Presseerklärung betonte, teilte am Donnerstag mit, in Erwägung zu ziehen, gegen die Meinung des Fraktionssprechers Robert Metzgers wegen übler Nachrede rechtliche Schritte folgen lassen zu wollen.

 

Kommentar zur Stadtratssitzung

Ich als interessierter Zuschauer der Stadtratssitzung habe erstaunt die Gespaltenheit des Stadtrats festgestellt – ausgerechnet in einer Frage, die uns alle angeht: Wie und auf welche Art und Weise zeigt die Stadt Rosenheim klare Kante gegen Verschwörungstheorien, gegen Hassbotschaften und Diskriminierung von Minderheitengruppen, von wem auch immer sie ausgesprochen werden? Und was bedeutet das für den Ruf der Stadt, wenn der Auftritt von Xavier Naidoo durch die Koalition aus CSU und Freien Wählern fast gänzlich ohne jede Kritik an den politischen Aussagen der Person toleriert wird? Selbst der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, immerhin der Heimatort des Musikers hat sich von Xavier Naidoo vor gut zwei Jahren distanziert und ihm „radikal-libertäre“ und „antistaatliche Positionen“ zugeschrieben.

Wenn „differenziert“ gesehen, wie es die Bürgermeisterin betonte, in einer Demokratie beide Ansichten der polarisierenden Person erlaubt sein müssten, entweder also voll und ganz hinter ihm zu stehen oder seine politischen Ansichten komplett zu verurteilen – soll das dann auch für die verwirrten Ansichten zutreffen, beispielsweise, dass „Deutschland besetzt“, er „ein Rassist ohne Ansehen der Hautfarbe“, der 11. September ein „Warnschuss“ der Amerikaner gewesen sei oder er „lieber für Mannheim agiere“, bevor er „irgendwelchen Tieren oder Ausländern Gutes tue“ und 2014 vor Rechtspopulist*innen, Verschwörungstheoretikern und Verfassungsfeinden aufgetreten ist, ohne sich jemals glaubhaft und öffentlichkeitswirksam von ihnen distanziert zu haben? Immerhin hat er Reichsbürger und NPD-Mitglieder im Gegenteil als Systemkritiker verharmlost. Will sich die Stadt Rosenheim, die Xavier Naidoo den Bühnenauftritt durch ihren Stadtratsbeschluss trotz Bedenken der SPD und Grünen immerhin ermöglichen wird, weiterhin um eine Position drücken? Diese Fragen blieben unbeantwortet. Wo blieb in der Debatte um das Pressestatement das klare und differenzierte Bekenntnis von der Oberbürgermeisterin, einerseits zwar aus konservativer Sicht den Vorstoß der Grünen Jugend zu verurteilen, aber gleichzeitig null Toleranz zeigen zu wollen gegenüber antidemokratischen Positionen der Reichsbürger*innen und bürgerschaftliches Engagement gegen solche Strömungen im Großen und Ganzen grundsätzlich zu begrüßen?

Stattdessen hat man lediglich die Stimme aus dem Stadtrat vernommen, „sowohl Rechtsextremismus als auch Linksextremismus“ gleichermaßen zu verurteilen. Es wird also auch in der Stadtratssitzung eine Extremismustheorie vertreten, die unter Politikwissenschaftler*innen und Extremismusforscher*innen sehr umstritten ist. Im Gegenteil, rutschte die Debatte sogar kurz ganz auf das Thema „Linksextremismus“ ab – ein Stadtrat vermerkte, der Brief „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ (der gar nicht Teil der Debatte war) werde von Gruppen wie „AGIR“ unterstützt, die sich an Anschlägen beteiligten und Demonstrationen blockierten und man sich schon deshalb schon vom Schreiben distanzieren müsse. In welcher Form es Aufstände in Rosenheim gegeben hat, wer dadurch zu Schaden gekommen ist und welche Demonstrationen konkret blockiert wurden, wurde jedoch nicht weiter ausgeführt.

Sollte hier aber die Blockade von Nazi Demonstrationen der Partei „Rechte“ im Sommer 2015 in Rosenheim gemeint gewesen sein, deren Teilnehmer*innen hauptsächlich von nicht wenigen Zivilist*innen und Besucher*innen des Herbstfests Rosenheim gehindert wurden, einen lautstarken, rassistischen und nationalistischen Demonstrationszug durch die ganze Stadt durchführen zu können, lässt das nichts Gutes ahnen über das Verständnis von Extremismus und zivilgesellschaftlichen Engagement mancher Stadträtinnen und Stadträte. Zur Erinnerung: Es ging darum, in einer Diskussion zu erörtern, ob die Pressemitteilung der Stadt Rosenheim mitunter Bürger*innen angegriffen hat, die sich inhaltlich gegen Hass und Intoleranz positionieren.

Ich vermisse nach wie vor ein klares Bekenntnis zu einem weltoffenen, pluralistischen und bunten Rosenheim, unabhängig davon, ob Xavier Naidoo auftreten wird oder nicht. Die Stadt und damit die Oberbürgermeisterin hätte die Debatte im Stadtrat und die mediale Aufmerksamkeit nutzen können, einen gemeinsamen fraktions­über­greifenden Konsens in den Themen Antirassismus, Antisemitismus, Engagement für die Demo­kratie und Schutz gesellschaftlicher Minderheiten zu formulieren und gegen die öffentliche Verbreitung von Hassbotschaften auf Rosenheims Bühnen – von wem auch immer – zu sein. Diese Chance hat die Stadt vertan – und übrig bleibt der Nachgeschmack einer politischen Schlammschlacht eines gespaltenen Stadtrats.

Übrigens haben 15 Stimmen aus den Fraktionen der SPD und den Grünen für den Eilantrag der SPD gestimmt, 22 Stimmen dagegen. Die hitzige Grundsatzdebatte wiederrum – hier stimme ich mit der Bürgermeisterin überein – die nach dem Beschluss anmerkte, dass das Demokratie sei – hat jedenfalls zu einer Belebung des demokratischen Diskurses und einer Pluralität der Meinungen in Rosenheim um eine zurecht umstrittene Person beigetragen.

Jan Parizek

Continue Reading
1 2 3 6