Rechtspopulismus und Verschwörung: Diskussion um Ausladung aus dem Sommerfestival geht weiter

Xavier Naidoo Karikatur

Rechtspopulismus und Verschwörung: Diskussion um Ausladung aus dem Sommerfestival geht weiter

Am Freitag, den 21. April 2017 ist das neue Album MannHeim von den Söhnen Mannheims erschienen. Teil des Albums ist unter anderem ein Song, der sich „Marionetten“ nennt. Mehrere prominente Politiker*innen aus allen Parteien haben bisher Stellung genommen. Da die Stadt Rosenheim bisher nicht auf die klar antisemitischen Anspielungen, Lügenpresse-Vorwürfe, Verschwörungstheorien reagierte, schaltet sich nun das Bündnis „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ und die SPD Stadtratsfraktion mit erneuten Pressemitteilungen ein. Robert Metzger (SPD) bezeichnet die Entscheidung Rosenheims, Xavier Naidoo am 20. Juli 2017 in Rosenheim auftreten zu lassen als „eine geradezu rufschädigende, fatale Fehlentscheidung, die sich die Stadt Rosenheim mit der Verpflichtung dieses Künstlers geleistet hat.“ Desweiteren fordert die SPD Stadtratsfraktion und das Bündnis „Kein Hass“, die Möglichkeit der Vertragsauflösung zu prüfen. Die Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU) wird desweiteren aufgefordert, sich als Gastgeberin des Rosenheimer Sommerfestivals von den antistaatlichen Lyriktexten der Band zu distanzieren.

Der neue Song Marionetten wurde schon kurz nach dem Erscheinen von der NPD geteilt, von RT Deutsch verteidigt und von dem Rechten Magazin Compact bereits als „Hymne der friedlichen Volksopposition“ gefeiert. Der Hofberichterstatter der AfD, der unter anderem Thilo Sarrazin und Lutz Bachmann eine Bühne bietet, von fremdenfeindlichen Artikeln sowie Verschwörungstheorien durchzogen ist, schreibt in einem Online-Artikel über den neuen Song des Reichsbürger-Sympathisanten: „Man merkt, wie Schulz-Maas-Merkels Topschülerin der Arsch auf Grundeis geht. Zu Recht! „Pegida-Rhetorik“. Der frühere Bundespräsident Christian Wulff (CDU) wirft Xavier Naidoo vor, dass er sich „in die Nähe von Totengräbern der Demokratie, in die Nähe des Hasses“ begebe. Inzwischen sind auch mehrere Radiosender von dem Sänger abgerückt. Auch die Versicherungsgesellschaft, HUK Coburg, die Xavier Naidoo bisher unterstützte, beendete eine Kooperation mit den Söhnen Mannheims.

Doch nicht nur Reichsbürger und Verschwörungstheoretiker solidarisieren sich mit den Söhnen Mannheims, sondern die Söhne Mannheims auch mit Reichsbürgern: Der Gitarrist der Söhne Mannheims Andreas Bayless hat am 4. Mai 2017 einen Facebook-Post von dem vorverurteilten Verschwörungstheoretiker und Reichsbürger Carsten Halffter geteilt. Dieser behauptet unter anderem, 9/11 sei eine gezielte Sprengung gewesen und nur beim Deutschen Kaiserreich habe es sich um einen souveränen Staat gehandelt. In Halffters Post sind Journalisten neben vielen weiteren Anschuldigungen “Verbrecher”. Andreas Bayless kommentiert den Post von Carsten Halffter auf seiner Facebook-Seite mit “die Wahrheit!!“.

Der Spicker Rosenheim stellt eine Zusammenfassung der umstrittensten Aussagen Xavier Naidoos und der Söhne Mannheims zusammen.

  1. Ritualmörder, Kinderschänder und indirekte Homophobie

Der Song „Wo sind sie“ ist im Jahr 2012 erschienen, wurde gesungen von Xavier Naidoo und Kool Savas und beginnt so:

Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten. Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst Du keine Möse, weil jeder Mensch doch auch aus einer ist? Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?

Die Textbeschreibungen schildern Ritualmordlegenden. Da solche Ritualmorde eher selten vorkommen, spielen Verbrechen mit rituellen Hintergründen auch in deutschen Polizeistatistiken keine Rolle, dafür umso mehr in verschwörungstheoretischen Kreisen – so greift Xavier Naidoo auch in „Marionetten“ die widerlegte Pizzagate-Verschwörungstheorie auf, die Hillary Clinton und Lady Gaga im US-Wahlkampf beschuldigte, in einem Kinderpornoring verwickelt gewesen zu sein. Hier gab es auch eine Schießerei, bei der es glücklicherweise weder Tote noch Verletze gab. Wörtlich aus Marionetten:

Und etwas Names Pizzagate gibt’s ja doch noch auf der Rechnung. Bei näherer Betrachtung steigert sich doch das Entsetzen. Wenn ich so einen in die Finger krieg, dann reiß ich ihn in Fetzen. Da gibt’s auch kein Verstecken hinter Paragraphen und Gesetzen.

Xavier Naidoo bedient sich bei genauerer Betrachtung der beiden Zitate an einer in der rechten verschwörungstheoretischen Szene häufigen Unterstellung: Politiker würden Kinder vergewaltigen und foltern, wobei Zeugen meist beseitigt würden. In Deutschland wurde zum Beispiel die Deutsche Übersetzung der Pizzagate-Verschwörungstheorie von dem Reichsbürger Dominik M. geteilt. Auf der Homepage spotttoelpel.wixsite.com, auf der der Artikel am 16. November erschien, trägt die Verschwörungstheorie den Titel: „Die Elite der Politik, Großindustrielle, prominente Persönlichkeiten, Sie alle sind Teil eines pädophilen Netzwerks für Reiche und Mächtige Personen!“ Einen Tag zuvor erschien auf derselben Internetseite auch die Verschwörungstheorie: „Deutsche Spitzenpolitiker vergewaltigen und foltern Kinder – Zeugen werden beseitigt“, die er ebenfalls geteilt hat. In dem Song „Marionetten“ soll Deutschen Bundestagsabgeordneten offensichtlich unterstellt werden, Kinder zu vergewaltigen und zu foltern. Der Song „Wo sind sie“ setzt außerdem Ritualmörder, Pädophilie und Homosexualität gleich. Daraus kann Homophobie abgeleitet werden.

  1. Antisemitismus

In dem äußerst umstrittenen Song „Marionetten“ findet sich eine Textzeile, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die „Toilettenaffäre“ 2014 ansprechen soll und deshalb indirekt antisemitisch zu bewerten ist:

Ihr seid blind für eure Nylonfäden an Euren Gliedmaßen und hat man Euch im Bundestags-WC, twittert ihr eure Gliedmaßen.

Im November 2014 folgte ein Antizionist Gregor Gysi bis auf die Bundestagstoilette. Dies war eine Reaktion auf die Ausladung Max Blumenthals und David Sheens – sie mussten sich Antisemitismus-Vorwürfen stellen, weil sie zum Beispiel am Holocaust Gedenktag über die israelische Siedlungspolitik sprechen und die Terrorherrschaft der Nazis durch Israel-Vergleiche relativieren. Antzionisten feierten die Aktion, gegen Blumental und Sheen wurde ein Verfahren zur Erteilung eines Hausverbots eingeleitet.

Eure Parlamente erinnern mich stark an Puppentheater. Denn Ihr wandelt an den Fäden wie Marionetten, bis wir Euch mit scharfer Schere von der Nabelschnur Babylons trennen.

Die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung sieht in der Stadt Babylon „eine antikapitalistisch formulierte Protesthaltung mit deutlich antisemiti-schen Untertönen“. In den Musikrichtungen Hip-Hop und Reggae wird Babylon als antiwestliches Symbol verwendet. Auch für Anhänger*innen der Rastafari Religion steht Babylon für das böse Übel, das es zu überwinden gilt. Dadurch, dass die Stadt Babylon auch von den Nationalsozialisten als Feindbild missbraucht wurde, um eine Stadt zu beschreiben, in der (jüdische) Freimaurer über andere Länder herrschen, erhält die Metapher „mit scharfer Schere von der Nabelschnur Babylons trennen“, neben einer antiwestlichen auch eine antisemitische Note.

Ich hab‘ gelernt, ich soll für meine Überzeugungen einsteh’n und meinen Glauben nie leugnen. Warum soll ich jetzt nach so langer Zeit davon Abstand nehmen? Dazu bin ich nicht bereit. Muslime tragen den neuen Judenstern. Alles Terroristen, wir hab’n sie nicht mehr gern. Es ist einfach nur traurig.

Der Song „Nie mehr Krieg“ wurde schon 2015 veröffentlicht, ist jetzt aber auch in dem neuen Album „MannHeim“. Mit der Aussage „Muslime tragen den neuen Judenstern (…) wir hab’n sie nicht mehr gern“ werden nicht nur Jüd*innen, sondern auch Muslime verunglimpft und zugleich der Holocaust sowie die Praxis des Nationalsozialismus verharmlost, Menschen aus bestimmten gesellschaftlichen Gruppen vorzuführen und zu demütigen. Bereits im Jahr 2015 wurde diese Textpassage heftig kritisiert.

Baron Totschild gibt den Ton an und der scheißt auf euch Gockel. Der Schmock is’n Fux und ihr seid nur Trottel.“, Zitat aus „Raus aus dem Reichstag“, 2009

In diesem Satz stecken drei antisemitische Sprachcodes. Zweifelsfrei ist mit „Baron Totschild“ die jüdische Bankiersfamilie Rotschild gemeint. Die Nazis unterstellten der jüdischen Familie, hinter dem Weltbanken- und Zinssystem zu stecken. In verschwörungsideologischer Manier habe die Familie Schuld an allen sozialen Missständen und Kriegen der Welt. Das Wort „Schmock“ wird vor allem seit dem Lustspiel „Die Journalisten“ von Gustav Freitag abwertend für jüdische Journalisten verwendet oder, um Juden als Snobs darzustellen. Auch der „schlaue Fuchs“ ist spätestens seit dem nationalsozialistischen Kinderbuch von Elvira Bauer „Trau keinem Fuchs auf grüner Heid und keinem Jud bei seinem Eid!“ antisemitisch konnotiert.

  1. Lügenpresse

Zitat aus „Der Deutsche Michel“, 2017: „Wer schickt die Nachrichten los und in wessen Schoß? Der Schoß, der dich in Sicherheit wiegt, ist vermoost, ist so groß, er ist allumfassend und sagenumwoben, doch blickst du in das dazugehörige Gesicht wird dir erst bewusst, was für ‚ne Fratze es ist und dass du auf dem Altar liegst und geopfert wirst.

Der ‚Deutsche Michel‘ ist Opfer einer unbekannteren höheren Macht und wird von dieser missbraucht und gequält. Wer die unbekannte Macht ist und ihn hinters Licht führt, bleibt unklar. Es wird außerdem unterstellt, Journalist*innen würden nicht frei arbeiten, weil sie von einer höheren Macht fremdgesteuert würden. Die fremde Macht ist auch heute in Verschwörungstheorien noch eine Bank, die wiederrum meist von Juden geführt würde.

Und weil ihr die Tatsachen verdreht werden wir einschreiten. (…) Mit dem Zweiten sieht man besch… Wir steigen Euch aufs Dach und verändern Radiowellen wenn ihr die Tür nicht aufmacht, öffnet sich plötzlich ein Warnhinweisfenster. Zum Stadion zum Zentrum einer Wahrheitsbewegung. Der Name des Centers erstrahlt in Neonreklame. Im Regen zusammen mit den Söhnen werde ich Farbe bekennen.

Hier wird in „Marionetten“ zu Gewalt gegen öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten aufgerufen. Meist auf AfD und PEGIDA-Demonstrationen ist der Vorwurf zu hören, die Öffentlich-Rechtlichen Sender hätten eine unausgewogene Berichterstattung. Dieser Vorwurf wird, ähnlich wie im Nationalsozialismus mit der Parole „Lügenpresse“ gebündelt. Während Rundfunksender Unwahrheiten verbreiten, sei Xavier Naidoo selbst „zusammen mit den Söhnen“ im Besitz der Wahrheit.

  1. Antistaatliche Textpassagen

Teile eures Volks nennen Euch schon Hoch- beziehungsweise Volksverräter. Alles wird vergeben wenn Ihr einsichtig seid, sonst sorgt der wütende Bauer mit der Forke dafür, dass ihr einsichtig seid.

Tatjana Festerling sagte am 11. Januar 2016 auf einer Legida Demonstration vor einer aufgebrachten Menge: „Wenn die Mehrheit der Bürger noch klar bei Verstand wäre, dann würden sie zu Mistgabeln greifen und diese volksverratenden, volksverhetzenden Eliten aus den Parlamenten, aus den Gerichten, aus den Kirchen und aus den Pressehäusern prügeln.“ Hier wird zweifelsfrei Bezug auf die Pegida-Frontfrau genommen. Schon in „Raus aus dem Reichstag“ 2009 drohte Naidoos Lyrisches Ich den Abgeordneten „Ich reize euch aufs Blut. Nein ich trinke euer Blut.

Aus dem Song „Straßenunterhaltungsdienst – Die Wahrheit“, 2014: „Ich seh‘ mich, glaub‘ ich, am ehesten als libertären, gläubigen Menschen Libertär, das kann man nachschlagen, Rothbard hat das definiert und es gibt ein Buch von Oliver Janich, das heißt: „Die Vereinigten Staaten von Europa“ – lest mal nach, so seh‘ ich’s auch.

Murray Rothbard, der US-amerikanische Philosoph vertrat unter anderem die Ansicht, der Staat verletze Bürgerrechte und sei ein unverhohlener Aggressor. Dazu zählte er neben Wehrpflicht auch die Schulpflicht und die Besteuerung. Die Steuererhebung, die Rothbard auch als „Raub“ bezeichnete, wird vor allem von Reichsbürgern abgelehnt.

Oliver Janich, der ähnlich wie Xavier Naidoo selbst der Auffassung ist, der 11. September 2001 sei eine gezielte Sprengung der Amerikaner gewesen, leugnet desweiteren auch den Klimawandel und veröffentlicht als Journalist Artikel für die rechtspopulistischen Verleger Kopp Online und Compact.

In dem Buch „Die Vereinigten Staaten von Europa“ beschreibt Oliver Janich Europa als „Pathokratie“ – Europa werde von wenigen Psychopathen und dem Finanzkapital gelenkt. Auch fänden sich in dem Buch Aussagen wie „Herzlich Willkommen in der Hölle. Sie heißt Demokratie“ und „Diebstahl heißt dann zum Beispiel soziale Gerechtigkeit“. In dem Zweiten Kapitel wird die EU mit einem Nazi-Staat verglichen, im dritten Kapitel mit der UdSSR – Wortspiel: „EUdSSR“. Auf Janichs Homepage werden fast täglich Verschwörungstheorien befeuert, die zum Beispiel unter Schlagzeilen wie „Macron setzt Plan des Freimaurers Coudenhove-Kalergi im Auftrag der Rothschilds um“ oder „Migranten bestimmen jetzt schon die deutsche Politik“, „Paul Craig Roberts: Merkel, die Hure von Washington, zerstört Deutschland“ veröffentlicht werden.

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In Rosenheim flog man hoch hinaus

Von Sabrina GärtnerIMG-20170508-WA0001

Am 06.05.2017 fand der Große Preis von Deutschland 2017 im Rock’n’Roll-Tanz in der mit über 800 Zuschauern gefüllten Gaborhalle in Rosenheim statt. Ausrichtender Verein war, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums, der Rock’n’Roll Club Rosenheim 1977 e.V. mit Organisator Lukas Brauer.

Es traten die besten Rock’n’Roll-Tanzpaare aus den Nord- und Südcup-Ranglisten aus zehn Bundesländern in fünf Startklassen gegeneinander an. Diese werden in Schüler-, Junioren-, C-, B- und A-Klasse aufgeteilt.

Zunächst kämpfte man in den Vor-, Hoffnungs- und K.O.-Runden um einen der sieben Plätze in den Endrunden. Diese begannen dann am Abend um 19:00 Uhr nach dem Einmarsch der Bundesländer und dem Grußwort des 2. Bürge20170506_224123rmeisters Anton Heindl. Er sprach sich dem Verein zu und sieht ihn als wichtigen Bestandteil des Rosenheimer Sportlebens. Durch den gesamten Tag und Abend führten die Moderatoren Steffi Urban und Manuel Brauer, welche selbst langjährige Mitglieder des Vereins sind.

Folgend traten die sieben besten Paare in der Schülerklasse an, in der man bis zum 13. Lebensjahr teilnimmt, bevor man dann in die Juniorenklasse einsteigt, in der man dann die ersten leichteren Akrobatiken vorführen darf. In der C-Klasse geht es um die Beintechnik und Akrobatiken ohne Sprünge. Ab Klasse B werden in zwei Runden, bestehend aus einmal Beintechnik und einmal Akrobatik, die Punkte zusammengezählt.

Der Todessturz

Das gleiche gilt für die A-Klasse, doch erst hier dürfen Salti und schwierige Akrobatiken mit Sprüngen, wie z.B. dem Todessturz, gezeigt werden.

In den vorderen Startklassen B und A konnte auch vom ortsansässigen Verein jeweils ein Tanzpaar, bestehend aus Franziska Schmidt und Paul Weiland sowie Anja Gentner und Christian Gartmeier, gestellt werden. Sie konnten in B den dritten und in A den vierten Platz ertanzen. Die Ergebnisse der ersten drei Plätze in den Erwachsenen-Klassen lauten wie folgt:

A-Klasse

Platz Startnr. Paar Verein

1

72

Michelle Uhl – Tobias Bludau 1. RRC Speyer e.V.

2

68

Carolin Steinberger – Tobias Planer RRC Jahn Landsberg e.V.

3

64

Julia Geishauser – Patrick Pfaller Rock’n’Roll Casino e.V.

B-Klasse

Platz Startnr. Paar Verein

1

60

Rebekka Stahl – Nicolai Schneickert Rockin Wormel Worms e.V.

2

59

Ekaterina Negoduiko – Ilja Negoduiko Rockin Wormel Worms e.V.

3

51

Franziska Schmidt – Paul Weiland RRC Rosenheim 1977 e.V.

C-Klasse

Platz Startnr. Paar Verein

1

17

Katrin Pfundstein – Elias Vogt TSC Harmersbachtal e.V. 1982

2

19

Pia Hoffmeister – Lorenz Schmidt-Bleek RRC Cadillac e.V. Berlin

3

23

Lara Armauer – Christian Langer Rockin Wormel Worms e.V.

Zudem gab es auch in den Pausen des Abendprogramms etwas zu sehen. Als Überraschungsgast galt die erfolgreiche Rock’n’Roll-Formation ‚Szupergirls‘ aus Budapest, Ungarn. Des Weiteren wurde eine akrobatische Einlage auf Fahrrädern präsentiert.

RRC Rosenheim: Gentner & Gartmeier A-Klasse Akrobatik

B-Klasse Akrobatik

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England – FOS Rosenheim goes fpA Europa

Auch dieses Jahr fand wieder die fachpraktische Ausbildung in England statt. Am 11. März 2017 flogen fünf Schülerinnen der 11. Klassen zusammen mit Fr. Lott von München nach London.

Am ersten Tag wurde London im Schnelldurchlauf besichtigt. Der Big Ben, das London Eye und die Bahnhofsstation Kings Cross standen auf  der Liste und mehr war auch gar nicht nötig, um sofort in London verliebt zu sein.

In den zwei darauf folgenden Wochen durften die Mädchen das College in Weston besuchen und zusammen mit den Englischen Studenten Autos, Mauern und eine Menge anderes Handwerkliches bauen.

Nach der ersten Woche flog Frau Lott heim und die Mädchen wurden die zweite Woche von Frau Prentel begleitet.

Da das Weston College mehrere Standorte hat, gibt es nicht nur einen handwerklichen Campus, sondern auch einen sehr kreativen. Diesen durften die Schülerinnen an zweiten Tagen besuchen.

An jedem Campus gibt es unterschiedliche Fächer. Somit ist vom Maurer, bis hin zum Fotografen, alles vertreten, also jede Menge verschiedener Persönlichkeiten, die für eine geniale Stimmung sorgen.

An den Wochenenden wurden Ausflüge nach Stonehenge, Bristol und in andere kleine Städte von den Lehrern des Colleges organisiert. Außerdem wurde das Studio besichtigt, in dem Shaun das Schaf Walace und Gromit und viele andere Filme entstehen.

 

Die Fahrt nach England war ein unvergessliches Erlebnis, das allen einen guten Einblick in ein College mit Fremdsprachen gegeben hat. Zudem war die Gastfreundschaft der Engländer wirklich grandios und es war wahnsinnig lustig.

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Eine Hommage an den „Falco Superstar“

Von Sabrina Gärtner

Mit einer beeindruckend inszenierten Show begeisterte der Cast des Musicals ‚Falco‘ mit einer vollkommen gelungenen Darbietung rund um das Leben des bereits verstorbenen Superstars, kürzlich im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim.

Alexander Kerbst als Falco
Alexander Kerbst als Falco

Anlässlich des 60. Geburtstages von Falco, alias Johann Hölzel, wurde ein musikalisches Bühnenstück als Hommage an dessen erfolgreiches, jedoch auch tragisches Leben geschaffen. Falco starb am 06. Februar 1998 in seiner Wahlheimat der Dominikanischen Republik bei einem Autounfall.

Zu Beginn des biographischen Musicals wird das Lied „Tribute to Falco“ von ‚Jeanny‘ und ‚Ana Conda‘ dargeboten, nachdem zunächst auf den Tod Falcos eingegangen wird. Danach nimmt die Geschichte ihren Lauf. Das erste Stück Falcos ist „The Sound of Musik“, bei dem die Inspirationen und Vorbilder von ihm gezeigt werden. Waren darunter u.a. Elvis, die Beatles und David Bowie, entwickelte er seinen eigenen interessanten Sound. Im weiteren Verlauf werden seine Entdeckung, wie auch sein Aufschwung, bis hin zum größten Erfolg thematisiert und das immer mit den dazugehörigen Songs, wie „Ganz Wien“, „Vienna Calling“ und seinen kommerziell erfolgreichen „Der Kommissar“ und „Rock Me Amadeus“, wobei letzterer bis heute das einzige deutschsprachige Lied auf Platz 1 in Amerika ist. Währenddessen wird sein Alkoholkonsum schon immer deutlicher, welcher durch seinen stetigen inneren Konflikt, der durch ‚Jeanny‘ und ‚Ana Conda‘ dargestellt wird, ausgelöst wird. ‚Jeanny‘, die immer weiß gekleidet ist, steht für das Gute in ihm, für seine sanfte Seite und ‚Ana‘, die im Gegensatz dazu, immer schwarze und düstere Kleider trägt, möchte ihn immerzu davon überzeu­gen, dass das Showbiz zwar hart, aber klasse sei. Danach lässt er ‚Jeanny‘ im gleichnamigen Song sterben.

© Dominik Gruss
© Dominik Gruss

Als er dann genug hat, von all dem Ruhm und den Eskapaden, entschließt er sich, in die Dominikanische Republik zu ziehen und dort mehr zur Ruhe zu kommen. Nach einiger Zeit trifft er dort auch wieder auf ‚Jeanny‘, vertont durch Stück „Coming Home“. Dann stirbt Falco, was zu Ende des genannte Liedes mit einem lauten Krach, welcher seinen Autocrash darstellt, verdeutlicht wird.

Der Vorhang schließt sich.

Als er wieder auf geht, erklingt der Hit „Out Of The Dark“, womit das Musical abschließt.

© Dominik Gruss
© Dominik Gruss

Meinung:

Anfangs wartete man gespannt, was als erstes passieren würde und so wurden Originalbilder von Falco gezeigt und sein Tod vor knapp 20 Jahren thematisiert, was als guter Einstieg agierte, jedoch war das darauffolgend erste Gesangsstück etwas verwirrend, da man nicht wusste, wer die beiden Frauen waren, die sich gegenseitig Schuldzuweisungen gaben, wer nun am Schicksal Falcos Anteil hatte. Als dann endlich ‚Falco‘ die Bühne mit seinem Song „Sound Of Musik“ betrat, war die Begeisterung gestiegen, wobei man schon grinsen musste, über die Auftritte der Falco Idole, die von den Backgroundtänzern auf amüsante Weise dargestellt wurden, da diese sehr farbenfroh gekleidet waren und charakteristisch tanzten. Fortlaufend stellte man Falcos Aufstieg in der Musikindustrie dar. Dies wurde in Form einer Geschichtserzählung durch Falcos Manager durchgeführt, was biographisch passend war. Schnell verstand man, welche Rolle die zu Beginn erwähnten Frauen spielten. Die bekanntesten Songs, aber auch seltener gehörte wurde in der Show toll verbaut und unterstrichent jeweils die einzelnen Szenen. Dem Verlauf konnte man problemlos folgen und an Unterhaltung mangelte es in keinem Fall. Gesanglich und tänzerisch wurde einiges geboten und das in bester Qualität. Ab und an war bei den Zuschauern auch einmal ein breites Grinsen als Reaktion auf Falcos einzigartiger Art und dazugehöriger Lässigkeit dabei. Das Ende wurde gut umgesetzt und einem kommt der Satz von Falco wieder ins Gedächtnis, welchen er nach seinem größten Erfolg in den USA sagte: „Was soll jetzt noch kommen?“ und „Und wenn ich einmal sterben tät, dann wie James Dean. Porsche. Zack. Bumm. Tot.“ Nach drei Zugaben mit u.a. nochmals „Der Kommissar“, „Rock Me Amadeus“ und der offiziellen Zugabe „Europa“, welche von einem Lichtermeer aus „Smartphonetaschenlampenlichtern“ begleitetet wurde, ging ein unterhaltsamer Abend und eine eindrucksvolle Bühnenshow zu Ende.

© Karin Haselsteiner
© Karin Haselsteiner

Zu den Darstellern:

Es gilt, besonders den Hauptdarsteller, Alexander Kerbst, hervorzuheben, da dieser eine einmalige Performance zeigt. Er imitiert nicht nur gekonnt die für Falco typischen Bewegungen, sondern sieht auch noch dem Original sehr ähnlich und singt wie dieser, was ihn für die Rolle perfekt auszeichnet.

Des Weiteren sehen wir Stefanie Kock als ‚Ana Conda‘, die diese wirklich passend darstellt. Die Art und Weise, wie sie die ‚dunkle Seite‘ verkörpert, wirkt glaubhaft und überzeugend. Ihr Gegenpart, ‚Jeanny‘, gespielt von Claudia Müller-Kretschmer, passt hier genau dazu. Sie mimt die freundliche, schöne Blondine, von der Falco von Anfang an verzaubert ist und tut dies ebenso einwandfrei.

Und nicht zu vergessen, den Manager, Horst Bork, welcher von dem charmanten Sebastian Achilles dargestellt wird. Seine Rolle ist das Bindeglied zwischen den einzelnen Szenen, da er der Erzähler der Geschichte ist, was Achilles hervorragend übermittelt. Die Besetzung des Managers ist somit auch äußerst gut gelungen.

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